Blick ins Betoninnere

Mit LPI-Messstand den elektrischen Widerstand von Bohrkernen präzise bestimmen.

Erstellt von LPI Ingenieurgesellschaft mbH am 24.03.2026

Lesezeit: 3 Minuten

Vertiefte Einblicke in die Materialdiagnostik: Elektrischer Widerstand an Bohrkernen als zusätzlicher Blick ins Betoninnere

Immer mehr Auftraggeber interessieren sich für eine tiefere Bewertung älterer Betonstrukturen – und suchen nach Methoden, die über die klassischen Prüfverfahren hinausgehen. Auch wenn Messungen des elektrischen Widerstands von Beton in Deutschland noch nicht normativ geregelt, aber international längst etabliert sind, zeigen sie wertvolle zusätzliche Informationen über das Materialverhalten.

Unser Ansatz: Ein kompakter Messstand für Bohrkerne.
Auf Wunsch haben wir einen einaxialen Messstand entwickelt, mit dem sich der elektrische Widerstand von Bohrkernen entlang der Längsachse präzise bestimmen lässt.
Die Messung erfolgt mit einem LCR-Gerät (Induktivität, Kapazität, Widerstand).
Durch die Normierung auf die Probekörpergeometrie ermitteln wir den spezifischen elektrischen Widerstand — ein Wert, der auch aus der Methode der Wenner-Sondenmessungen bekannt ist, aber hier an Bohrkernen unter definierten Bedingungen bestimmt wird. Da die elektrische Leitfähigkeit und somit auch indirekt der Widerstand stark vom Wassersättigungsgrad, der Porenstruktur (Kapillar-/Gelporenanteil, Vernetztheit etc.) und der Porenlösung abhängt, werden die Probekörper gezielt unter verschiedenen Feuchtigkeitsbedingungen gelagert. Dies geschieht wirtschaftlich in Exsikkatoren mit definierten, gesättigten Salzlösungen und der damit einhergehenden Ausgleichsfeuchte.

So lässt sich ein Eindruck der Gefügedichtheit der Bindemittelmatrix gewinnen. Die Kenntnis des spezifischen elektrischen Widerstands stellt einen weiteren vertieften Baustein für die Einschätzung von der Transport- und daran anschließende potentielle Korrosionsprozesse im Beton dar und ist damit ein weiterer Indikator für dessen Dauerhaftigkeit.Damit lassen sich weitere Überlegungen anstellen, um das Bauwerk ggf. länger zu erhalten.

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